
Edip Kilinc ist Gründer von Webwavers. Mit seinem Team entwickelt er Websites, Marken und digitale Auftritte für ambitionierte Unternehmen – über 250 umgesetzte Projekte, ausgezeichnet unter anderem mit dem German Design Award 2026.
Nur Logo, ohne System: 800 bis 8.000 Euro. Zeichen in mehreren Varianten, Dateiformate, Grundregeln zu Farbe und Abstand. Ausreichend für Gründungen und kleine Betriebe, die vor allem ein Zeichen brauchen.
Logo plus Grundsystem: 6.000 bis 15.000 Euro. Zusätzlich Farbwelt, Typografie, Geschäftsausstattung, ein kompakter Leitfaden. Der übliche Umfang für kleinere und mittlere Unternehmen.
Vollständiges Corporate Design: 15.000 bis 40.000 Euro. Dazu Bildsprache, Gestaltungselemente, Anwendungen über mehrere Medien, ausführlicher Brand Guide, oft auch Tonalität und Markenkern.
Mit Markenstrategie: ab 35.000 Euro. Positionierung, Zielgruppenarbeit, Markenkern und Namensentwicklung kommen hinzu. Sinnvoll bei Neupositionierung, Fusion oder Nachfolge.
Diese Spannen gelten für Agenturen mit eigener Konzeptarbeit. Plattformen und Wettbewerbsportale liegen deutlich darunter – dort kauft man eine Zeichnung, kein System.
Nur Logo, ohne System: 800 bis 8.000 Euro. Zeichen in mehreren Varianten, Dateiformate, Grundregeln zu Farbe und Abstand. Ausreichend für Gründungen und kleine Betriebe, die vor allem ein Zeichen brauchen.
Logo plus Grundsystem: 6.000 bis 15.000 Euro. Zusätzlich Farbwelt, Typografie, Geschäftsausstattung, ein kompakter Leitfaden. Der übliche Umfang für kleinere und mittlere Unternehmen.
Vollständiges Corporate Design: 15.000 bis 40.000 Euro. Dazu Bildsprache, Gestaltungselemente, Anwendungen über mehrere Medien, ausführlicher Brand Guide, oft auch Tonalität und Markenkern.
Mit Markenstrategie: ab 35.000 Euro. Positionierung, Zielgruppenarbeit, Markenkern und Namensentwicklung kommen hinzu. Sinnvoll bei Neupositionierung, Fusion oder Nachfolge.
Diese Spannen gelten für Agenturen mit eigener Konzeptarbeit. Plattformen und Wettbewerbsportale liegen deutlich darunter – dort kauft man eine Zeichnung, kein System.
Der Unterschied liegt in drei Dingen, und keines davon ist die Zeichnung.
Recherche. Was macht der Wettbewerb? Welche Zeichen sind in der Branche besetzt? Welche Assoziationen löst eine Form aus? Ohne diesen Schritt entsteht ein Zeichen, das zufällig aussieht wie drei andere im selben Markt.
Begründbarkeit. Ein durchdachtes Zeichen lässt sich erklären – warum diese Form, warum dieser Winkel, warum diese Farbe. Das ist kein Selbstzweck: Ein Logo, das sich begründen lässt, überlebt den Geschmackswechsel in der Geschäftsführung.
Anwendbarkeit. Funktioniert es klein, einfarbig, graviert, gestickt, auf dunklem Grund? Diese Prüfungen kosten Zeit und sind der Grund, warum günstige Logos später Probleme machen.
Dazu kommt die rechtliche Seite: eine Recherche auf ältere Markenrechte kostet extra und verhindert im Ernstfall einen Neustart.
So verteilt sich der Aufwand bei einem vollständigen Corporate Design für rund 22.000 Euro:
Posten | Anteil |
|---|---|
Recherche, Wettbewerb, Positionierung | 2.800 € |
Markenzeichen inkl. Varianten | 5.400 € |
Farbwelt und Typografie | 2.600 € |
Bildsprache und Gestaltungselemente | 3.200 € |
Geschäftsausstattung | 2.400 € |
Anwendungsbeispiele über Medien | 2.800 € |
Brand Guide | 2.800 € |
Gesamt | 22.000 € |
Auffällig: Das Zeichen selbst macht knapp ein Viertel aus. Der Rest ist das System drumherum – genau der Teil, der im Alltag benutzt wird.
Der Brand Guide wirkt wie Dokumentation und wird entsprechend gern gestrichen. Das ist der teuerste Sparbeschluss im ganzen Projekt.
Ohne Leitfaden entscheidet jede Anwendung neu, wie das Design auszusehen hat. Nach zwei Jahren gibt es vier Varianten des Logos, drei Blautöne und zwei Schriften. Jede Korrektur danach kostet mehr als der Leitfaden gekostet hätte.
Was ein brauchbarer Leitfaden enthalten muss: die Regeln, die im Alltag wirklich gebraucht werden – Logo-Varianten mit Schutzraum, Farbwerte für alle Medien, Schriftgrößen mit Einsatzzweck, Bildkriterien, zwei bis drei fertige Vorlagen.
Was er nicht braucht: vierzig Seiten Markenphilosophie. Ein Leitfaden, der nicht benutzt wird, ist genauso teuer wie keiner.
Sinnvoll sparen:
Bei der Anzahl der Anwendungsbeispiele. Drei gut ausgearbeitete sind wertvoller als zwölf angedeutete.
Bei der Geschäftsausstattung. Visitenkarte, Briefbogen und Präsentationsvorlage reichen als Start. Messestand und Fahrzeugbeschriftung kommen, wenn sie gebraucht werden.
Bei der Fotoproduktion. Bildkriterien festlegen und zunächst mit vorhandenem Material arbeiten, statt sofort zu produzieren.
Nicht sparen:
An der Recherchephase. Das ist der Teil, der verhindert, dass ihr aussehen wie euer Wettbewerb.
An der Markenrechtsprüfung. Die Kosten liegen im dreistelligen Bereich, das Risiko im fünfstelligen.
Am Brand Guide. Siehe oben.
Ein Corporate Design ist keine einmalige Ausgabe. Was danach kommt, wird selten eingeplant.
Umstellung des Bestands. Beschilderung, Fahrzeuge, Drucksachen, Arbeitskleidung, Website. Je nach Unternehmen 3.000 bis 30.000 Euro. Das lässt sich strecken, aber nicht vermeiden.
Schriftlizenzen. 200 bis 2.000 Euro einmalig, bei manchen Anbietern jährlich. Vorher klären, sonst entsteht die Frage nach dem Projekt.
Neue Anwendungen. Jedes Jahr kommen Formate dazu, die niemand vorhergesehen hat. Rechne mit 1.500 bis 4.000 Euro jährlich, wenn das extern gemacht wird.
Pflege des Systems. Nach zwei bis drei Jahren lohnt eine Durchsicht: Was wird angewendet, was umgangen, wo fehlen Regeln? Ein halber Tag, der viel Wildwuchs verhindert.






